Der größte Stressfaktor beim Segelurlaub bereitet die Suche nach einem freien Handwagen (Trolley), mit dem man die Sachen und Vorräte zum Boot transportiert. Danach kommt die Prüfung vor dem Auslaufen, ob etwas vergessen wurde, sobald man den ersten Schritt aufs Boot setzt verstärkt sich der Hunger und ebenfalls wird man sofort durstig, wodurch viele Chartergäste auf den ersten Blick etwas nervös wirken.

Heutzutage kann man viel einfacher an Essensvorräte kommen, sei es auf den Inseln oder Festland, fast überall finden Sie irgendwo einen kleinen Laden oder Markt, wo Sie Lebensmittel besorgen können. Jedoch, egal ob Sie sich für ein Segelboot oder Katamaran entscheiden, sollte man sich bewusst sein, dass man sehr begrenzt mit dem Platz ist, sei es Stauraum (Kühlschrank), Wasser, Strom oder Gas, somit sollte die Planung für Essen an Bord und der Einkauf ausführlich sein.

Wenn es ums Essen beim Segeltörn geht, unterteilen wir es in 3 Gruppen. Erst mal sind da Gäste, die alles an Bord machen (Frühstück, Mittagessen, Abendessen, Kaffee-trinken etc.) für diese ist die Bordküche und der Cockpit A und O, da spielt sich alles ab, diese verlassen das Boot nur für Ausflüge zu den Inseln bzw. Ortschaften, Baden oder neue Vorräte zu besorgen.


Die zweite Gruppe verbindet einige Eigenschaften mit der Ersten, diese Frühstücken oder Kochen teilweise an Bord, wobei es zum Abendessen immer in irgendeinen Hafen, Marina oder Boje (Restaurant) geht. Meistens trinken Sie dann auch den Morgenkaffee an der Promenade, Marina oder in der Stadt, wo Sie festmachen und nur nach Beliebigkeit wird etwas zum Mittagessen gekocht, wenn diese auf Anker oder auf einer Boje sind. Zum Abendessen geht es meistens in die Restaurants, wo dann heimische Gerichte und Weinsorten gekostet werden.

Die dritte Gruppe sind Gäste, die mit Skipper und Hostess oder Koch chartern, diese sprechen es mit der Hostess/dem Koch ab, was sie an Essen und Trinken bevorzugen und die Hostess kümmert sich um die Vorräte und Essenszubereitung, diese bereitet meistens täglich zwei Mahlzeiten, wobei es zum Abendessen, meistens in irgendein Restaurant geht, der vom Skipper vorgeschlagen wird. Diese kennen sich immer mit den Restaurantbesitzern und können gute Tipps geben.
Wir sprechen hier alle Gruppen an, dabei sollten Sie selbst für sich entscheiden, worauf Sie und Ihre Crew hinaus sind.

Vor der Planung, sollten Sie wissen, was alles von der Ausstattung her an Bord vorhanden ist, Herd, Ofen, Mikrowelle, Kühlschrank-Kapazität, Gefrierfach, Töpfe, Pfannen und alles was Sie denken zu benötigen

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Trinken:

Wasser, am besten ist für eine 6 Köpfige Crew, 6 Wasserpakete (6×1,5l) zu kaufen. Wasser ist auf einigen Inseln noch immer Mangelware, somit sollte es nicht fehlen. Weiterhin sprechen Sie mit der Crew ab, ob mehr Wein oder Bier getrunken wird und vielleicht eine Flasche Schnaps, um bei erfolgreichem Tag anzustoßen. Die meisten Charterboote haben 3 Möglichkeiten um Kaffee zu machen (Mokka, Espresso und Filter), klären Sie es mit dem Charterunternehmen vorab, damit Sie wissen, was Sie kaufen sollten.

Essen:

Bei der Essensplanung sollte es natürlich ebenfalls mit der Crew abgesprochen werden, vor allem wenn Kinder dabei sind, aber grundsätzlich gilt, haltbare und einfache Mahlzeiten zu planen. Also, Brot (reichlich für die ersten 2 Tage),Mehl, Paniermehl, Sonnenblumenöl, Olivenöl, Zucker, Salz, Pfeffer, Eier, Milch (kleine Packung), Käse, Instantsuppen, Eintöpfe, Joghurt, Mayonnaise, Reis, Pasta, Spaghetti, Marmelade, Honig, Salami, Schinken, Wurst, Kartoffeln usw.
Passen Sie auf, dass süßhaltige Speisen (Nutella, Marmelade, Honig etc.) nicht im Cockpit bleiben, diese ziehen sehr schnell Bienen oder Wespen an.


Für tägliche Mahlzeiten sollten Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse unterwegs nach Gelegenheit eingekauft.

Was die Unterteilung der Küchenarbeit angeht, sollte im Vorfeld abgesprochen wer was macht, Essenszubereitung fällt auf die Person, der am meisten Spaß dabei hat und ebenfalls Erfahrung, die anderen Crewmitglieder unterteilen sich als Hilfskraft: Vorbereitung, schneiden, rühren, mischen und zum Schluss Geschirrspülen.

Für diejenigen, die in einem Restaurant essen gehen, empfehlen wir im Voraus das Menu (die Preise) zu prüfen, um spätere Diskussionen bezüglich der Preise zu vermeiden. Manche Inseln, die kaum Verbindung zum Festland haben und schlecht bewohnt sind, haben keine Wasserleitungen, somit kann sogar eine Flasche Wasser preislich überraschen und die Lebensmittel haben eine lange Strecke hinter sich, somit ist alles etwas teurer.

Manche Restaurantbesitzer bieten den Liegeplatz auf der Boje im Preis, wenn Sie in dem Restaurant etwas Essen oder Trinken. Wir empfehlen, das Restaurant für eine Tischreservierung anzurufen und dabei anfragen, ob auch der Liegeplatz im Preis ist.


Egal, zu welcher Gruppe Sie gehören, wo Sie essen an Bord oder im Restaurant, das wichtigste ist mit wem Sie essen und der Laune der Crew, wenn man die Gelassenheit, Harmonie und Einheit der Crew spürt, schmeckt alles besser.

Guten Appetit von Ultra Sailing Kroatien!