Segelboot in einer Ankerbucht

Als langjähriges Yachtcharterunternehmen aus Kroatien mit eigener Flotte in verschiedenen Städten entlang der Adriaküste, versuchen wir mit diesem Blog einen kompletten Segelurlaub in Kroatien zu veranschaulichen, sowie einige Tipps, worauf Sie dabei achten sollten.

Kroatien ist seit Jahrzehnten eines der Top Urlaubsziele überhaupt, Städte wie Pula, Zadar, Split, Dubrovnik sind schon längst als empfehlenswert anerkannt und ziehen jährlich immer mehr Touristen aus aller Welt an.

Dabei ist Kroatien mit 1800 km langen Küste und über 1200 Inseln und Inselchen förmlich ein Segelparadies. Nautiker lieben die Unabhängigkeit, die das Meer bietet, das kristallklare Wasser der Adria, die unzähligen Buchten und Strände und somit ist ein Segelurlaub in Kroatien ein Muss für alle, egal ob man segeln kann oder nicht.

 

Segelrevier Kroatien

Grundsätzlich geht es mit der Frage los, welches Segelrevier ist am besten für einen Segeltörn in Kroatien?

Wie schon erwähnt mit 1800km langen Küste ist die Vielfalt ziemlich groß, somit sollten Sie die Entscheidung nach Ihren Wünschen und Vorzügen bringen.

Wenn es ums Yachtcharter geht, unterteilen wir die Segelgebiete auf Istrien, Kvarner-Bucht, Nord-Dalmatien, Mittel-Dalmatien und Süd-Dalmatien.

Kroatische Inseln mit Booten in der Bucht

Alle erwähnten Segelgebiete bieten eine gute Qualität der nautischen Infrastruktur und sind reich an Tradition, Kultur, historischer Altstädte, einheimischer Gastronomie uvm.

Einige Bootsfahrer, die schon länger in Kroatien chartern, sind der Meinung, das kroatische Marinas und Häfen ein Kostenaufwändiges Segelrevier geworden sind. Einer der größten Unterschiede zwischen den einzelnen Segelgebieten sind die Liegeplatz- und Ankergebühren. Es kann gesagt werden, dass die Liegeplatzgebühren in einzelnen Häfen und Marinas in Istrien und Kvarner-Bucht günstiger sind als in Mittel- und Süddalmatien.

 

In der Zwischenzeit haben sich einige Smartphone-Apps in der Nautik-Welt etabliert und somit können Sie im Voraus die Preise der einzelnen Marina, Häfen oder Bojen herausbekommen, damit es vor Ort keine bösen Überraschungen gibt.

 

Segeln in Istrien und Kvarner-Bucht

Wenn Sie z. B. mit dem Auto anreisen, wird sicherlich für Sie einfacher und besser sein, einen Ausgangspunkt in Istrien und Kvarner zu finden. Für Istrien geht es meistens aus der Stadt Pula los, dabei können Sie zwischen drei Marinen wählen ACI Marina Pula, ACI Marina Pomer und Marina Veruda, diese bieten die größte Charterflotte an.

Wenn Sie in Kvarner-Bucht starten wollen, empfehlen wir die Marina Punat, einer der ältesten und einer der größten kroatischen Yachthäfen.

Wenn Sie sich entschieden haben, in Istrien und Kvarner einen Segeltörn vorzunehmen, abhängig davon, ob Sie einen 7-tägigen oder längeren Segeltörn gebucht haben, können Sie nach Norden in die Städte Rovinj, Porec, Novigrad, Umag oder sogar nach Venedig, in Italien segeln. Alle unsere Charterboote in der ACI Marina Pomer dürfen mit unserer schriftlichen Genehmigung nach Italien segeln.

 

Nach Süden sind die Inseln Cres und Krk (übrigens zwei größte kroatische Inseln), Unije, Susak, Mali und Veli Losinj, Rab, Premuda, Silba und noch einige kleinere.

Hier haben Sie einen super Törnvorschlag für 7 Tage Segeltörn in Istrien und Kvarner

Segeln in Nord-Dalmatien

Wenn es um Bootsfahrer geht, sind die Kornaten der meistbesuchte Nationalpark in Kroatien. Und das ist nicht überraschend, eine ideale Position, um mit dem Auto oder Flugzeug (Flughafen Zadar) anzureisen, schöne Buchten und Natur sind gleich um die „Ecke“.

Um die Nord-Dalmatinischen Inseln zu erkunden, starten Sie am besten aus der Marina Zadar, Sukosan oder Biograd na Moru (Marina Kornati). Alle 3 Städte verfügen über eine große Anzahl an Charterbooten und sind gut organisiert.

Egal von welcher Marina Sie starten, es bieten sich die Inseln Pasman, Ugljan, Iz, Vrgada, Zut, Dugi Otok, Kornat und noch einige kleinere. Die meisten Bootsfahrer machen einen Besuch in den Nationalpark Telascica, die Bucht von Telascica befindet sich ganz im Süden von Dugi Otok, wo sie durch die Pässe Mala und Vela Proversa von den Kornati getrennt ist.

Um mit dem Charterboot in den Kornati-Nationalpark einzutreten und dort zu übernachten, müssen Sie eine Eintrittsgebühr bezahlen, die für den Tag des Aufenthalts und die Größe des Bootes gültig ist. Der Vorschlag ist, vor dem Betreten des National-Parks ein Ticket zu kaufen, da diese im Park doppelt so teuer sind.

 

 

Segeln in Mitteldalmatien

Wenn Sie in Mitteldalmatien Ihren Segeltörn starten wollen, bietet sich die Möglichkeit, einige der bekanntesten Inseln der kroatischen Adria zu erkunden, wie Hvar und Vis.

Die größte Charterboot-Flotte befindet sich in den Städten Trogir, Kastela und Split. Einige der Gäste reisen mit eigenem Wagen an. Wenn Sie aber mit dem Flugzeug anreisen, ist der Flughafen Split die Anlaufstelle, von wo Sie mit dem Taxi alle 3 Häfen innerhalb von 15 bis 30 Minuten erreichen.

Die Marinas von Trogir und Split bieten die Möglichkeit, während Sie auf Ihr Charterboot warten, die historischen Altstädte zu erkunden, um sich die Zeit sinnvoll zu vertreiben. Denn von beiden Marinas kann man die Altstädte ziemlich einfach zu Fuß erreichen.

In Mittel-Dalmatien sind die meisten Chartergäste auf die Inseln Drvenik Veliki und Mali, Solta, Brac, Hvar, Vis und Korcula konzentriert, dabei gibt es noch einige kleinere wie Scedro.

Jeder selbst sollte die Route nach Wetterbedingungen einstellen und planen, wir haben hier einen 7-tägigen Mitteldalmatien Törnvorschlag zusammengestellt.

Segeln in Süddalmatien

Tief in Süden liegt die Perle der Adria, die berühmte Stadt Dubrovnik. Wenn Sie sich entscheiden, ab Dubrovnik zu chartern, können Sie entweder aus der ACI Marina Dubrovnik, die unweit von der Altstadt liegt, oder die ziemlich neue ACI Marina Slano, etwas nördlich (35 km) von Dubrovnik gelegen.

Die meisten Chartergäste aus Europa reisen mit dem Flugzeug an, da Dubrovnik ziemlich tief im Süden liegt und die Anfahrt mit dem Auto für viele (Deutschland, Österreich, Schweiz) zu lange beträgt.

Das sollte nicht der Grund sein, diese wunderschöne Stadt und die umliegenden Inseln zu erkunden.

Die Inseln, die Sie von den zwei Marinen am einfachsten besuchen können, sind Korcula, Lastovo, Mljet, Halbinsel Peljesac und die Elaphiten Inselgruppe.

Viele unsere Gäste machen auch einen Segelausflug nach Montenegro, alle unsere Boote sind registriert und versichert, um nach Montenegro zu segeln. Dabei sollten Sie uns dies bei der Buchung bekannt geben, um Ihnen die nötigen Papiere und die Einreise/Ausreise nach Montenegro mit dem Boot zu erklären.

In diesem Blog finden Sie weitere Tipps über Dubrovnik und die Buchten der umliegenden Inseln, die am besten von Dubrovnik bzw. Marina Slano erreichbar sind.

Wenn Sie Lust haben, können Sie auch einen sogenannten One-Way Segeltörn vornehmen, in diesem Fall bieten wir unseren Gästen die Möglichkeit, in unserer Charterbasis in Split oder Trogir das Segelboot oder Katamaran zu übernehmen und in Dubrovnik auszuchecken. Weitere Informationen über einen One-Way Segeltörn von Split nach Dubrovnik oder umgekehrt, kontaktieren Sie uns bitte auf booking@ultra-sailing.hr

 

Suche nach dem Segelboot oder Katamaran

Nachdem Sie sich mit Ihrer Familie und Freunden bzw. Ihrer Crew geeinigt haben, welches Segelrevier Sie ansteuern, geht es auf die Suche nach dem idealen Segelboot oder Katamaran, das Ihnen entsprechen würde.

Welche Vorteile bzw. Nachteile beim Mieten eines Katamarans oder Segelbootes sind, haben wir in diesem Blog erwähnt.

Es gibt verschiede Wege, wie Sie Ihr Charterboot mieten können, die meisten gehen auf die Suche ins Internet und werden schnell durch die zahlreichen Ergebnisse der Charterfirmen und Charteragenturen überrascht.

Segelboot oder Katamaran

Charterangebot Vergleich

Natürlich achtet jeder Gast zuerst auf den Preis, dieser ist heutzutage ausschlaggebend, dabei schlagen wir vor, sich etwas mehr über die Charterfirma zu erkundigen auf die Bewertungen und Reviews im Internet und zu prüfen, was vielleicht an Kosten vor Ort anfallen könnten wie z. B. Handtücher, Außenborder, WLan, Liegeplatzkosten im Starthafen usw.

Es ist immer gut, einen Preisvergleich bei verschiedenen Charterfirmen zu machen, denn bei so einem großen Angebot an Charterbooten ist das Preisleistungsverhältnis das, worauf man achten sollte.

Am besten ist es, wenn Sie jemanden aus Ihren Bekanntenkreis nach Empfehlung fragen. Vielleicht war schon jemanden zuletzt in Kroatien segeln und hat den Eindruck der Firma vor Ort erlebt, dabei kann man sich bei der Anfrage auf den Bekannten berufen und sagen, dass er eine gute Erfahrung gesammelt hat und diese Charterfirma empfohlen hat, das hören die Vercharterer immer gerne.

 

Wann ist die beste Zeit zu Segeln in Kroatien?

Die beste Zeit hängt von Ihren Vorstellungen ab, wonach Sie ausgerichtet sind, Party, Segeln, Schwimmen, Erkundung.

Der Preis ist saisonbedingt, in der Hochsaison ist es natürlich am teuersten, dabei geht in der Hochsaison überall die Post ab. Auf den Inseln gibt es zahlreiche Veranstaltungen und das Nachtleben auf einigen Inseln ist förmlich am Toben. Die Buchten sind natürlich auch überfüllt und somit sind die Liegeplatzkosten auch teurer und vor allem für einige Häfen bedarf es einer Vorreservierung um überhaupt den Liegeplatz zu bekommen.

Die Vorsaison ist generell für Segelbegeisterte reserviert, die Tage sind lang, Windbedingungen sind hervorragend, auf den Inseln und Buchten geht es noch „gelassen“ zu, Schwimmen ist nur für die mutigen, da das Meer noch nicht die ideale „Badetemperatur“ erreicht hat. Die Liegeplatzkosten sind günstig und man findet ohne großen Stress in allen Häfen einen Liegeplatz.

Die Nachsaison im September und Oktober geht auch eher ruhiger zu, obwohl September in den letzten Jahren noch immer gut gebucht ist. Aber die Charter- und Liegeplatzpreise gehen wieder runter, die Meerestemperatur ist noch immer angenehm und man kann baden, jedoch sind die Tage kürzer, was den Segelfaktor verkürzt.

Schwimmen, planschen und relaxen in Kroatien

Ihre Wünsche sollten berücksichtigt werden

Grundsätzlich verchartern die meisten von Samstag zu Samstag, aber es gibt auch Unternehmen, die einen Mittwoch-Mittwoch Yachtcharter anbieten.

Bei Last-Minute Anfragen kann man sogar ein Angebot für Kurzcharter etwa von Dienstag bis Freitag bekommen. Klären Sie dabei im Voraus wann die Übernahme stattfindet und wann Sie von Bord auschecken müssen, wenn das Boot etwa danach weiterverchartert wurde.

 

Bootsführerschein

Wenn Sie einen Bootsführerschein besitzen, können Sie natürlich selbstständig ein Boot chartern und führen. Grundsätzlich können Sie schon ein Segelboot oder Katamaran mit dem SBF-See schein chartern. Prüfen Sie vorsichtshalber mit dem Vercharterer, ob Ihr Bootsführerschein gültig ist, damit es keine Missverständnisse gibt.

Ebenfalls, falls das Boot mit einer Funkstation ausgestattet ist (VHF), sollte ein Crewmitglied eine Funklizenz besitzen. Es bedarf keiner besonderen Funklizenz.

 

Segeln mit oder ohne Skipper

Falls Sie aber keine Lust haben auf die Verantwortung und lieber entspannt den Segeltörn genießen wollen oder keinen Bootsführerschein besitzen, können Sie einen Yachtcharter mit Skipper vornehmen.

Einige der Vorteile, wenn man einen Skipper dazu bucht sind wie oben erwähnt, die Verantwortung. Der Skipper hat seine eigene Versicherung und ist verantwortlich für die Yacht. Er macht die Übernahme (Check-in Prozedur) mit der Vercharterer und während der Woche klärt er ggf. Mängel an der Yacht bzw. falls er welche verursacht, dann haftet er dafür.

Trotzdem müssen Sie vor Ort eine bestimmte Kaution hinterlassen, diese dient dazu, falls Sie oder jemand von Ihrer Crew einen Schaden an der Yacht verursacht, wie z. B. einen heißen Topf auf Holztisch legen und es bleiben brandspuren, oder am Deck auf ein Fenster aus Versehen drauftreten und dieser geht kaputt. Allgemein aber macht der Skipper mit Ihnen eine Einweisung über Ausstattung an Bord (Toiletten, Fenster etc.) und somit bekommen die meisten Gäste volle Kaution zurück.

Ein Charter mit dem Skipper ist auch vorteilhaft, da Sie sich nicht um den Stress mit den Liegeplätzen kümmern müssen. Dies kann vor allem in der Hochsaison (Juli und August) eine wichtige Rolle spielen, wenn der Andrang in den Buchten und Häfen am größten ist. Wenn es sich um einen Profiskipper handelt, kennen sich diese super aus und haben Privatkontakte, damit man rechtzeitig ein Liegeplatz bekommt.

Skipper und die Crew

Ungefähr 20 Tage vor Charterbeginn sollte Ihnen die Charterfirma oder Charteragentur, über welche Sie Ihr Boot gebucht haben, die Kontaktdaten des Skippers zuschicken. Sie können dann den Skipper anrufen oder per E-Mail anschreiben, um mit ihm die Details der Segelroute zu besprechen, ihn ggf. über Kinder an Bord benachrichtigen etc.

Die Segelroute hängt am meisten von den Wetterbedingungen ab, der Skipper wird Ihre gewünschte Route den Wetterverhältnissen anpassen, im Notfall gibt er Ihnen alternativen, falls der Hafen keinen guten Schutz bietet. Da er für das Boot verantwortlich ist und sich in der Gegend auskennt, sollten Sie auf sein Rat hören.

 

Es sollte beachtet werden

Für alle unsere Gäste gilt die Empfehlung, eine zusätzliche Kabine für den Skipper zu buchen. Das bedeutet, wenn Sie mit 6 Personen unterwegs sind, ein Boot mit 4 Kabinen zu buchen, statt 3. Der Skipper sollte seine eigene Kabine haben, damit wird vermieden das irgendjemand (Crewmitglied o. Skipper) im Salon übernachten muss und sich im Salon mit seinen Privatkram breitmacht.

Sie sollten bedenken, dass Sie sieben Tage lang auf einem „engen“ Raum unterwegs sind.

Der Preis für den Skipper unterscheidet sich von 120€ bis 200€ pro Tag. Es ist auch so, dass Sie für die Verpflegung der Skipper zuständig sind, d. h., wenn Sie die Mahlzeiten an Bord vorbereiten, isst der Skipper mit bzw. wenn Sie in ein Restaurant gehen.

Sie können zusätzlich eine Hostess buchen, diese würde dann für die Essensvorbereitung und Sauberkeit an Bord zuständig sein.

 

Buchungsvorgang

Jetzt haben Sie schon das passende Segelrevier und Charterboot gefunden sowie entschieden, ob Sie mit oder ohne Skipper chartern, dann wird es Zeit für die offizielle Buchungsbestätigung.

Bei den meisten Charterunternehmen galt vor der Covid-19 Zeit allgemein 50% Anzahlung innerhalb von 10 Tagen, nachdem das Boot bestätigt wurde und die restlichen 50% etwa 30 Tage vor Charterbeginn.

Seit 2020, angefangen mit dem Corona-Virus sind die Zahlungsbedingungen flexibler geworden, dabei ist es unterschiedlich. Die einen bieten 10% Anzahlung bei der Buchung, 40% innerhalb der nächsten 2-3 Monaten und den Rest etwa 20 Tage vor Charterbeginn.

Wir bei Ultra Sailing haben unsere Buchungsbedingungen ebenfalls der Corona-Zeit angepasst und bieten folgende Zahlungsbedingungen 35% bei Buchungsbestätigung und 65% Restzahlung 15 Tage vor Charterbeginn. Dabei haben wir es flexibel gestaltet und bieten Kostenloses, umbuchen/stornieren oder Rückerstattung der Anzahlung, mehr darüber erfahren Sie hier.

Charterunterlagen Crewliste und Basis-Info

In der Zwischenzeit können Sie noch mit Ihrem Vercharterer klären, was Sie gerne vor Ort oder im Voraus zahlen würden. Dabei gibt es auch Unterschiede zwischen den einzelnen Anbietern, somit klären Sie es im Voraus, was vor Ort noch erledigt werden muss. Ob Sie vielleicht noch ein Transfer vom Flughafen brauchen oder Sie Proviant zum Boot geliefert bekommen wollen.

Wenn Sie die Restzahlung überwiesen haben, sollten Sie von Ihren Charterunternehmen die Unterlagen über die Charterbasis und Boarding-Pass erhalten, in der stehen sollte, wo sich das Boot befindet, Kontaktnummer von Base-Manager und was vor Ort noch bezahlt werden sollte.

Bei der Crewliste empfiehlt es sich, diese im Voraus an den Vercharterer zu verschicken, das erspart Ihnen einige Zeit beim Check-in im Büro, Änderungen oder Ähnliches können jederzeit vor Ort eingetragen werden.

Es ist auch vorteilhaft, wenn Sie ungefähre Ankunftszeit in die Charterbasis mitteilen. So können sich die Mitarbeiter auf die Organisation der einzelnen Aufgaben besser einstellen.

 

Willkommen in Kroatien

Erst mal angekommen ist es am besten, sich zuerst im Büro zu melden. Von dort aus können Sie vielleicht sofort den Papierkram erledigen, also die Crewliste bestätigen, wenn da noch was zu zahlen sein sollte (Kurtaxe, irgendwelche Extras) und die Kaution hinterlassen.

Bei der Kaution haben Sie die Möglichkeit, diese in Bar zu hinterlassen oder auf Ihrer Kreditkarte wird der bestimmte Betrag „reserviert“ und erst nach Ihrer Charterwoche freigegeben.

Des Weiteren bekommen Sie den Wetterbericht und ungefähren Zeitpunkt, wann das Boot fertig für die Übergabe sein wird. Somit können Sie in der Zwischenzeit etwa den Einkauf erledigen oder sich ein wenig von der Reise erholen.

 

Wenn Sie nicht das Early Check-In gebucht haben, allgemein geht die Bootsübergabe am Samstag um 17 Uhr los. Es kommt aber auch öfters vor, dass abhängig von dem Arbeitsaufwand am Samstag es auch etwas früher losgehen kann. Deswegen werden Ihnen die Mitarbeiter im Büro vor Ort die beste Info geben, wann das Boot fertig für die Übernahme sein wird.

Bootsübergabe Check-In Verfahren

Wenn Sie die Info von den Vercharterer bekommen, dass das Boot bereit ist und Sie zum Check-In dürfen, schlagen wir vor, dass nur 1-2 Personen bzw. Skipper und Co-Skipper bei der Einführung dabei sind.

Es kann ziemlich eng werden, wenn die ganze Crew dabei ist, sich auspackt und bequem macht, während Sie mit dem Kollegen durch das ganze Boot durchgehen und die Ausstattung erklärt bekommen.

In der Zwischenzeit haben einige Yachtcharterfirmen Videos über die einzelnen Bootsmodelle in der eigenen Flotte gedreht, diese dienen dazu, damit sich die Gäste im Voraus mit dem Boot und der Ausstattung vertraut machen können, somit geht es vor Ort schneller voran.

Das Check-In Verfahren hängt von Ihrer Erfahrung ab, aber minimal sind es 15-20 Minuten, bis Sie wenigstens die notwendigsten Sachen gezeigt bekommen. Beim Check-In sollte überprüft werden: ob der Dieseltank und Wassertank voll sind, Kühlschrank, Winschen, Ankerwindlass, fragen Sie, wie lang die Ankerkette ist, in welchem Zustand die Segel sind.

Lassen Sie sich zeigen, wo sich die Sicherungen für Strom und Gasanschluss sind, die Wasserventile, den Bugstrahlruder testen. Die ganze Checkliste ist unterteilt auf Innenraum, Deck & Cockpit, Sicherheitsausrüstung, Segel, Motor.

Nachdem alles überprüft wurde, können Sie die einzelnen Mängel, die Sie bemerken, sofort melden und dabei die Check-Liste unterschreiben, von der Sie eine unterschriebene Kopie erhalten sollten.

Vorsichtshalber sollten Sie die Nummer für den Support während der Woche von den Base-Manager bereithalten. Wenn es sich um einen Notfall handelt, sind diese meistens 24 Stunden am Tag erreichbar, ansonsten können Sie die Nummer wählen, wenn Sie Probleme während Ihrer Charterwoche mit dem Boot oder der Ausstattung haben.

Wenn Sie die erste klare Bucht erreicht haben und auf Anker sind, tauchen Sie unter Wasser und überprüfen Sie den Kiel, Ruder und Unterwasserteil des Bootes, damit es während der Woche oder beim Check-Out keine Überraschungen gibt. Wenn etwas nicht in Ordnung sein sollte, Sie Schaden bemerken, benachrichtigen Sie sofort den Vercharterer.

 

Leinen los, Segeltörn Kroatien kann beginnen

Wahrscheinlich haben Sie mit der Crew schon abgestimmt, in welcher Richtung es gehen sollte, die einzelnen Segelgebiete haben wir schon am Anfang erwähnt. Jede Insel hat etwas zu bieten, von Stille und Einsamkeit, wenn in einer der ruhigen Buchten vor Anker liegend bis hin zu traumhaften Altstädten mit ihren Museen, Galerien und gut erhaltener Architektur sowie abenteuerlustigen Landschaft.

Versuchen Sie beim Segeln sich zu entspannen, umweltbewusst zu leben und die Natur, aber auch die Unterwasserwelt mit Respekt zu behandeln.

Es ist sehr wichtig, auf die Wetterberichte zu achten, egal welche Segelroute Sie geplant haben, am Ende hängt alles von den Wetterbedingungen ab, vergleichen Sie dabei verschieden Quellen wie z. B. Windy.com, Windfinder, Windguru oder kroatisches DHMZ. Mehr über die Winde in Kroatien finden Sie hier.

Buchten und Liegeplatzkosten

Die Preise in den einzelnen Häfen und Buchten richten sich nach der Saison, Länge des Bootes sowie dem Service in dem einzelnen Hafen oder Marina.

In Marina und Häfen schwankt der Preis zwischen 30 und 100 Kuna (4-13€) je Längenmeter, in dem Preis sind grundsätzlich Strom- und Wasserverbrauch inbegriffen.

Beachten Sie dabei, dass in fast allen Marinas ein Aufschlag von 100% für Katamarane verlangt wird und schon für kurzes Festmachen die halbe Tagesgebühr berechnet wird. Deshalb ist es gut im Voraus eine ungefähre Segelroute zu planen und dabei einige Alternativen zu haben, welche Liegeplätze man ansteuern will.

Für Festmachbojen in Buchten bezahlt man zwischen 5 und 30 Kuna je Längenmeter. Die Konzessionen für einzelne Bojen werden für das Seegebiet ausgestellt, nicht für die einzelnen Bojen, somit kann es passieren, dass der Konzessionär in der Bucht Sie zur Zahlung bittet, obwohl Sie keine der Bojen benutzen, sondern auf eigenen Anker liegen.

In einigen Buchten mit Restaurants ist der Konzessionär ebenfalls der Restaurantbesitzer, in solchen Fällen werden normalerweise keine Kosten für die Boje berechnet, aber es versteht sich, dass Sie im Restaurant als Gast etwas speisen oder trinken.

Ansonsten ist Ankern überall kostenlos, es sei denn, es ist als Verboten gekennzeichnet (Natur- o. Nationalpark). Wenn Sie den Verdacht haben, dass der Ankerplatz nicht unter Konzession steht, können Sie von der Person, die Sie zur Zahlung bittet, ein Dokument anfordern, der es beweist. Dieser sollte von der Hafenbehörde ausgestellt sein und über auf den Namen des Konzessionsträgers ausgestellt sein.

Segelboot auf Anker in Bucht

Segelboot auf einer Boje

Segeltörn Fazit

Segeln kann sowohl ein Abenteuer als auch ein Erholungsurlaub sein, es hängt von Ihnen ab, wie Sie es haben wollen und am Ende gestalten. Die einzige Bedingung ist, dass Sie keine übermäßig nervöse und sensible Person sind. Sobald Sie den Biorhythmus mit Ihrer Crew in Einklang gebracht haben und an allen täglichen Aufgaben teilnehmen, ohne Sie daran erinnern zu müssen und aufs Meer hinausfahren, wird das Segeln zum besten Aktivurlaub, den Sie sich vorstellen können.

 

Boot zurückgeben Check-Out

Allgemein gilt bei allen Vercharterer die Rückkehr zum Yachthafen am späten Freitagnachmittag (cca. 18Uhr) zum Check-Out mit vollgefüllten Kraftstofftank. Somit übernachten Sie von Freitag auf Samstag im Yachthafen. Natürlich sind viele der Meinung, dass dabei einige Stunden des Vergnügens verloren gehen, aber das ist halt so. Mit so vielen Charterbooten muss man halt organisationsmäßig daran festhalten, um die Schiffe und Geräte ordnungsgemäß zu warten und für die neue Crew vorbereiten.

Wenn Sie am Freitag zurück im Ausgangshafen sind, fangen manche Vercharterer sofort mit dem Check-out-Verfahren und überprüfen zusammen mit Ihnen das Inventar und Ausrüstung des Bootes. Etwas später kommt der Taucher und überprüft den Unterwasserteil. Wenn Sie am Freitagabend etwas später ankommen, benachrichtigen Sie den Vercharterer und vereinbaren den Check-Out für Samstagmorgen.

Die zum Auschecken erforderliche Zeit beträgt etwa 30 Minuten.

Wenn alles in Ordnung ist und kein Schaden vorhanden ist, bekommen Sie die hinterlassene Kaution zurück. Im Schadensfall wird die Kaution um den Schadensbetrag reduziert bzw., falls der Schaden größer ist, wird die volle Kaution einbehalten, der Rest wird dann mit der Versicherung geklärt.

Für weitere Fragen über Yachtcharter in Kroatien kontaktieren Sie Ultra Sailing.